Markus Frohnmaier, Bundestagsabgeordneter der Alternative für Deutschland (AfD), hat erneut für Diskussionen gesorgt, nachdem er öffentlich für eine engere Zusammenarbeit nationalistischer Bewegungen in Deutschland und den USA geworben hat. Seine Aussagen, die er auf einer politischen Veranstaltung in New York machte, lenken in Berlin die Aufmerksamkeit auf die wachsenden internationalen Netzwerke der AfD.
AfD-Vertreter spricht bei Gala mit MAGA-Bezug
Frohnmaier trat am 14. Dezember 2025 bei einer Gala des New York Young Republican Club auf. Er war Teil einer rund 20-köpfigen AfD-Delegation und wurde während des Abends mit einer Auszeichnung geehrt.
In seiner Rede betonte Frohnmaier, dass nationalistische Akteure in Deutschland und den USA gemeinsame politische Ziele verfolgen und ihre Zusammenarbeit stärker abstimmen sollten. Diese Kooperation sei laut ihm ein Mittel, um liberale politische Programme und aktuelle EU-Politik zurückzudrängen. Seine Aussagen folgten bekannten Mustern rechtspopulistischer Rhetorik und zeigen eine ideologische Verbundenheit über Ländergrenzen hinweg.
Internationales Engagement und weitreichende Folgen
Während seines USA-Aufenthalts traf Frohnmaier mit der US-Unterstaatssekretärin für öffentliche Diplomatie, Sarah Rogers, zusammen, die kürzlich Einschränkungen der Meinungsfreiheit in Teilen Europas kritisiert hatte. Frohnmaier kündigte anschließend an, im Februar 2026 einen politischen Kongress in Deutschland veranstalten und dazu auch US-Politiker einladen zu wollen.
Bundeskanzler Friedrich Merz adressierte noch am selben Tag den größeren politischen Kontext und erklärte, Europa müsse sich auf erhebliche Veränderungen in den Beziehungen zu den USA einstellen und die Ära der „Pax Americana“ sei im Wesentlichen vorbei. In Deutschland gilt Frohnmaiers Auftritt in New York als weiteres Beispiel dafür, wie internationale Vernetzung unter Rechtsaußen-Parteien immer sichtbarer und politisch bedeutsamer wird.
AfD-Position und Reaktionen in Deutschland
Die AfD steht weiterhin unter genauer Beobachtung der deutschen Behörden. Anfang 2025 stufte das Bundesamt für Verfassungsschutz die Partei als rechtsextreme Organisation ein. Die AfD geht juristisch gegen diese Entscheidung vor, doch die Einstufung folgte jahrelanger Überwachung und spiegelt die Sorgen über das Verhältnis der Partei zu demokratischen Normen und zur Verfassungsordnung wider.
Trotz anhaltender politischer Isolation hält die AfD hohe Umfragewerte. Mehrere bundesweite Erhebungen sehen die Partei an der Spitze oder knapp dahinter – noch vor fünf anstehenden Landtagswahlen 2026. Alle etablierten Parteien bekräftigen weiterhin, nicht mit AfD-Vertreter:innen zusammenzuarbeiten, da sie Risiken für die demokratische Stabilität und Deutschlands Ansehen im Ausland sehen.