- Hendrik Wüst sichert CDU-Vorsprung in NRW, während SPD verliert und AfD zulegt
Die Kommunalwahlen in Nordrhein-Westfalen am 14. September 2025 zeigten sowohl Kontinuität als auch Wandel im bevölkerungsreichsten Bundesland. Die Christlich-Demokratische Union (CDU) unter Ministerpräsident Hendrik Wüst blieb mit 33,3 Prozent der Stimmen stärkste Kraft. Wüst wertete das Ergebnis als Beleg für die kommunale Stärke seiner Partei und als Zeichen der Stabilität in unruhigen Zeiten.
Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) fiel auf 22,1 Prozent, nach 24,3 Prozent vor fünf Jahren. Für eine Partei, die in den Industrietraditionen Nordrhein-Westfalens verwurzelt ist, unterstrich das Ergebnis, wie schwer es ihr fällt, in ihren einstigen Hochburgen Boden zu halten. Beobachter sprachen von einem deutlichen Warnsignal – zumal dies die erste große Wahl nach der Bundestagswahl im Februar war.
AfD zieht an den Grünen vorbei
Die größte Veränderung kam von der Alternative für Deutschland (AfD). Die Partei steigerte ihren Stimmenanteil auf 14,5 Prozent – nahezu das Dreifache ihres vorherigen Ergebnisses – und rückte auf Platz drei vor. Parteivertreter bezeichneten das Abschneiden als Durchbruch, obwohl die AfD nicht in allen Kommunen antrat. Der Aufschwung spiegelt eine wachsende Frustration über die etablierten Parteien und die Bereitschaft der Wähler:innen wider, der AfD Einfluss in der Kommunalpolitik zu geben.
Die Grünen rutschten auf 13,5 Prozent ab und verloren damit den zuvor gehaltenen dritten Platz. Co-Vorsitzender Felix Banaszak erkannte das Ausmaß der Niederlage an. Der Rückgang ist bemerkenswert in einem Bundesland, in dem Umwelt- und Klimathemen eigentlich für stabile Unterstützung sorgen sollten. Das Ergebnis stellt die Partei vor die Frage, wie sie in NRW wieder Schwung aufnehmen kann.
Ergebnisse spiegeln die bundesweite Stimmung
Das Resultat in NRW wird als Signal für die Stimmung im ganzen Land nach der Bundestagswahl Anfang des Jahres gewertet. Die CDU zeigt, dass sie ihre Position halten kann, während die SPD in ihren traditionellen Kerngebieten weiter an Boden verliert. Die AfD beweist, dass sie ihre Umfragewerte auch auf kommunaler Ebene in Stimmen ummünzen kann. Damit dokumentiert die Wahl sowohl Kontinuität als auch Veränderung und bietet einen Schnappschuss der sich verschiebenden Loyalitäten im Herzen der Republik.